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Sammeln für die Zukunft

Konsumentinnen und Konsumenten machen verstärkt deutlich, dass sie mehr recyceln wollen. Davon motiviert bringt der Verein GKR (Getränkekarton-Recycling Schweiz) innovative Unternehmen zusammen, um zu bestehenden Sammelstrukturen gemeinsam Überlegungen anzustellen. Dies mit der Absicht, entscheidende Schritte für ein landesweites Sammelsystem einzugehen.

Für ein bedeutendes Engagement braucht es Überzeugung, Mut — und die Mithilfe anderer Menschen. Der Verein Getränkekarton-Recycling glaubt fest daran, dass im Schweizer Recyclingsystem etwas überaus Sinnvolles und Nachhaltiges in Bewegung gesetzt werden kann. Es bedarf dazu der kollektiven Vision einer zukunftsfähigen Wirt- schaft, die deren wichtigstes Element nie aus den Augen verliert: die Bevölkerung.

Die Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz produzieren viele Abfälle, das ist eine Tatsache. Doch sie recyceln davon lediglich die Hälfte. Bisher — denn es wird immer deutlicher, dass Konsumentinnen und Konsumenten heute schon mehr Recycling betreiben wollen und das Bedürfnis nach einem entsprechenden System stärker ausdrücken. Aus gutem Grund: Unser Konsum- und Recyclingverhalten darf keinesfalls auf Kosten kommender Generationen gehen. Wir müssen und können es merklich verbessern und die Schweiz in einen Zustand führen, der unseren Kindern und Enkelkindern ein möglichst angenehmes Leben in einer sauberen und gesunden Umgebung ermöglicht. Die Zeit ist gekommen, um dazu den entscheidenden nächsten Schritt zu tun.

Die Vision: Eine Kreislaufwirtschaft. Um ihr näher zu kommen ist die Mithilfe und das Engagement von uns allen notwendig, also von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Mit Offenheit sowie Hand in Hand ziehen wir dazu gemeinsam an einem Strang. Das bestehende System in der Schweiz ist historisch gewachsen. Heute betreiben viele verschiedene Organisationen erfolgreiche und effiziente Sammlungen. In der Nutzung von Synergien und Skaleneffekten liegt weiteres, wesentliches Potential. GKR und eine wachsende Anzahl innovativer Unternehmen wollen deshalb in Kollaboration den Prozess zu einem noch effizienteren Recyclingsystem vorantreiben, mit einem scharfen Blick auf eine künftige Kreislaufwirtschaft.

Unsere Erfahrungen zeigen, dass dies von der Bevölkerung sehr geschätzt wird. Pilotversuche mit Separatsammlungen sowie die von Aldi Suisse 2016 etablierte Sammlung von Getränkekartons und Plastikflaschen demonstrieren, wie beliebt sie bei Konsumentinnen und Konsumenten sind und wie reibungslos sie funktionieren. Unser bestehendes System erlaubt eine entsprechende Entwicklung und besitzt zur weitläufigen Optimierung bisher noch gänzlich ungenutztes Innovationspotenzial. Materialien, die aus technologischer Sicht heute recycelt werden können, sollten ins System aufgenommen werden, dabei entstehen zudem Kosteneinsparungen.

Neben der Einbindung von Getränkekarton in das bestehende System geht es GKR um die wesentlichen Schritte auf dem Weg, unser gesamtes Recyclingsystem smarter und effizienter zu gestalten — für eine Zukunft voller Zuversicht, für uns und für kommende Generationen.

Simone Alabor, GKR

über GKR – Getränkekarton-Recycling Schweiz

Hinter dem Verein Getränkekarton-Recycling Schweiz stehen drei Hersteller von Getränkekartons: Tetra Pak (Schweiz) AG, SIG Combibloc (Schweiz) AG und Elopak Systems AG. Der Verein setzt sich für ein schweizweites und flächendeckendes Sammelsystem ein, wofür es das Engagement der gesamten Branche braucht. GKR steht dazu mit vielen Akteuren im Dialog. Bei den neuen Innovationsrunden Kreislaufwirtschaft werden diese zur Diskussion über die Zukunft des Schweizer Recyclingsystems zusammengebracht.