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Wie genau rechnen Taxameter in der Schweiz?

Die in Schweizer Taxis eingebauten Taxameter messen die Distanz zwar grundsätzlich richtig, zeigen im Schnitt jedoch generell etwas zu viel an. Künftig müssen die Taxifahrer ihre Taxameter vermehrt selbst kontrollieren.

Um die Messgenauigkeit von Taxametern überprüfen zu können, hat das METAS (Eidg. Institut für Metrologie METAS) zwischen Ende November 2017 und Ende Februar 2018 bei Taxis in mehreren Schweizer Städten insgesamt 165 Kontrollfahrten durchgeführt (Aarau, Basel, Bern, Genf, Lausanne, Luzern, Winterthur, Zürich). Bei 67% der kontrollierten Taxis lag die Abweichung bei maximal zwei Prozent und damit innerhalb der in der Verordnung festgelegten Fehlergrenzen. 26% der Taxis zeigten eine Abweichung von mehr als +2% und 7% der Taxis eine tiefere Abweichung als -2%.

Auffällig ist Zürich: Der Mittelwert der Abweichungen in Zürich lag bei +2.4%. Mit Ausnahme von zwei Taxametern zeigten sämtliche Taxameter eine zu lange Wegstrecke an, 64% davon wiesen gar eine Abweichung aus, die über der tolerierten Fehlergrenze lag.

Insgesamt zeigen die Resultate, dass die Situation nicht optimal und eine Verbesserung erstrebenswert ist. Die Taxifahrer müssen darum die Taxameter künftig häufiger selbst kontrollieren.

Was ist ein Taxameter?

Ein Taxameter ist ein elektronisches Gerät zur Erfassung von Fahrpreisen in Taxis auf Basis von Tarifen. Taxameter dürfen nur eingesetzt werden, wenn sie die vorgegebenen technischen Anforderungen erfüllen. In der Schweiz verkehren über 3‘500 Taxis und der jährliche Umsatz der Branche liegt bei ca. 175 – 299 Mio. CHF. Die Schweiz war, abgesehen von wenigen Ausnahmen, das einzige Land in Europa, das keine Anforderungen an Taxameter aufgestellt hat und diese auch nicht regelmässig überprüft hat.

Den Bericht des METAS finden Sie HIER

Dominique Roten, Konsumentenforum