Behandlungen wegen Trisomie 21 künftig über IV abgedeckt

Der Bundesrat nimmt Trisomie 21 (Down-Syndrom) in die Liste der Geburtsgebrechen auf. Ab März 2016 wird somit die Invalidenversicherung IV bei notwendigen medizinischen Behandlungen zuständig sein. Bisher war die obligatorische Krankenpflegeversicherung leistungspflichtig.

Personen mit einer Trisomie 21 (Down-Syndrom) brauchen in der Regel medizinische Massnahmen zur Behandlung einer muskulären Hypotonie (Muskelschwäche) und teilweise zur Behandlung der psychischen Auswirkungen ihrer Intelligenzminderung (Oligophrenie). Diese werden ab März 2016 für unter 20-Jährige neu von der IV statt von der Krankenversicherung übernommen. Die Psychotherapien waren bisher ein Zankapfel, da von der IV nicht anerkannt.

Für die Betroffenen und ihre Angehörigen bedeutet diese Änderung vor allem eine finanzielle Entlastung, da in der IV kein Selbstbehalt erhoben wird. Anstoss für die Änderung bot eine Motion von Ständerat Roberto Zanetti.

Quelle: Mitteilung des Bundesrats

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