BLV lanciert neue Kampagne zu Gefahren von Tattoos

Tätowierungen sind längstens salonfähig geworden, Warnungen zu Infektionskrankheiten oder mangelhafter Farbe sind auch nicht mehr neu. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) führt mit der Kampagne „Gezeichnet fürs Leben“ die Präventionsarbeit weiter.

Tattoos sind nicht harmlos. Die Aussage der neusten Kampagne des BLV ist bestimmt nicht neu – behält aber andererseits ihre Berechtigung. Jeder Eingriff in die Haut könnte gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat nun auf seiner Webseite und unter www.gezeichnetfürsleben.ch ausführliche Informationen und Merkblätter zur möglichen Gesundheitsgefährdung zusammengestellt. Im Rahmen einer Sensibilisierungskampagne machen seit Anfang August zudem zwei neue Postkarten auf die Gefahren von Tattoos aufmerksam. Die Postkarten werden an zahlreichen exponierten Standorten wie in Badeanstalten, Boutiquen, Konzertlokalen oder Restaurants aufgelegt.

Das BLV rät vor allem dazu, sich vorgängig über Risiken zu informieren und sich bewusst zu werden, dass Tattoos langfristig sichtbar bleiben. Daneben bleibt auch trotz der Sorgfaltspflicht von Tätowierern immer ein Restrisiko eines Hautinfekts.

Das Konsumentenforum kf hatte bereits vor zwei Jahren mit einem eigenen Merkblatt ähnlich informiert.
>>Hier geht es zum kf Merkblatt „Tattoos“ mit den wichtigsten Tipps 

Weiter sieht das BLV ein Risiko in den Tattofarben. Erst 2014 habe der Verband der Kantonschemiker und Kantonschemikerinnen der Schweiz über zweihundert Tinten für Tattoo und Permanent Make-up untersucht. Mehr als die Hälfte der kontrollierten Produkte wurden damals als gesundheitsgefährdend eingestuft und mit einem Anwendungsverbot belegt.

Kontakt und Adresse für Rückfragen:
Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV)
Medienstelle
Tel. 058 463 78 98
media@blv.admin.ch

Quelle: Medienmitteilung Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV