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Dada, Shrimps und Biber-Kunst

Am letzten Freitag fand im Zürcher Cabaret Voltaire die Verleihung des Konsumpreises statt. Organisiert durch das Schweizerische Konsumentenforum KF, wurden Preise für innovative Projekte, genussvolle Produkte und gut umgesetzte Kurzfilme und -texte vergeben. KF-Präsidentin Babette Sigg moderierte den unterhaltsamen Abend an der Geburtsstätte des Dadaismus*. 

In der Kategorie „Innovativste Konsumentenstory“ gewann die Unternehmer-Familie Kunz mit ihrer Shrimp-Farm. Zuerst auf die immer unrentabler werdende Schweinezucht spezialisiert, wagte Familie Kunz den Wechsel in die Shrimp-Mast. Der alte Schweinestall wurde verdunkelt, Wände und Decken isoliert, Becken aufgestellt und mit Quellwasser gefüllt. Das Unternehmen verzichtet bei der Shrimp-Zucht komplett auf Antibiotika und Zusatzstoffe. Ab Dezember diesen Jahres wird das Projekt auch anderen landwirtschaftlichen Betrieben präsentiert und kann vielen Bauernbetrieben einen alternativen Betriebszweig eröffnen. #Shrimp-Farm

Der „Genuss-Preis“ ging an die Leibacher Biber-Manufaktur, welche die alte Tradition der Modelgebäcke wieder aufleben lässt: Wer in den vergangenen Jahrhunderten ein rechter Lebkuchen-  oder Biberbäcker werden wollte, musste die Kunst des Modelschnitzens ebenfalls erlernen. In der Biber-Manufaktur werden die beiden Handwerke des Modelschnitzers und Lebküchlers wieder neu belebt.  #Biber-Manufaktur

Weitere Preise wurden für die drei besten Kurzfilme verliehen. „Mein Handy – mein Leben“ war die einzige Vorgabe, an die sich die Jung-Regisseure halten mussten. Trotz des gemeinsamen Themas unterschieden sich die Filme sehr voneinander und regten zum Schmunzeln oder Nachdenken an. #Filmpreis

Ebenfalls spannend waren die eingesendeten Kurztexte. Einzige Vorgabe waren mindestens 2000 Zeichen – heraus kamen u.a. Texte über Tanzdarbietungen, Schneegestöber, ehrgeizige Dirigenten und einsame Hütten. #Medienpreis

 

*Dadaismus oder Dada war eine künstlerische und literarische Bewegung, die 1916 von Hugo Ball, Emmy Hennings, Tristan Tzara, Richard Huelsenbeck, Marcel Janco und Hans Arp in Zürich (Cabaret Voltaire) gegründet wurde und sich durch Ablehnung „konventioneller“ Kunst und Kunstformen – die oft parodiert wurden – und bürgerlicher Ideale auszeichnete. Vom Dada gingen erhebliche Impulse auf die Kunst der Moderne bis hin zur heutigen Zeitgenössischen Kunst aus.