Masern Impfung Impfen Ausschlag

Die Schweiz ist beinahe masernfrei

Zum Abschluss der Nationalen Strategie zur Masernelimination 2011-2015 zieht das Bundesamt für Gesundheit BAG ein positives Fazit: Der Anteil der geimpften Bevölkerung ist markant gestiegen. Ob mehr als die angepeilten 95% gegen die Krankheit immun sind, kann noch nicht gesagt werden.

Die Schweiz ist auf gutem Weg, masernfrei zu werden, das zeigt sich an der steigenden Durchimpfung. Gemäss den Daten aus acht Kantonen für 2014 haben zum Beispiel mittlerweile im Schnitt 93 Prozent der zweijährigen Kinder eine erste und 87 Prozent auch die zweite Masernimpfung erhalten. Besonders markant fiel der Anstieg bei den 16-Jährigen aus: Waren im Zeitraum 2008 bis 2010 schweizweit erst 85 Prozent mit zwei Dosen geimpft, ergab die Stichprobe im 2014 einen Wert von 93 Prozent, was auf zahlreiche Nachimpfungen hinweist. Im Weiteren sind die Unterschiede zwischen den Kantonen deutlich geringer geworden. Der Kanton Appenzell Innerrhoden etwa verzeichnete 2008 bei der zweiten Impfung von Zweijährigen erst einen Wert von 50 Prozent, der nun bis 2014 auf 85 Prozent gestiegen ist. Die Auswertung der Strategie wird gegen Ende 2016 vorliegen und eine Analyse der Massnahmen und des weiteren Vorgehens erlauben.

Damit die Schweiz als masernfrei gilt, müssen 95 Prozent der Bevölkerung gegen die Krankheit immun sein. Immun ist, wer mit zwei Dosen geimpft wurde oder die Krankheit durchgemacht hat. Es gilt jedoch nicht nur, die Impflücken bei der erwachsenen Bevölkerung zu schliessen, sondern auch dafür zu sorgen, dass möglichst alle Kinder vor ihrem zweiten Geburtstag mit zwei Dosen geimpft sind.

Quelle: Medienmitteilung Bundesamt für Gesundheit BAG
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