Frühstück soll weniger zuckrig werden

Unser Frühstück soll künftig weniger Zucker enthalten. Bundesrat Alain Berset und Schweizer Produzenten und Verteiler von Lebensmitteln haben heute im Schweizer Pavillon an der Expo Mailand ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet. Ziel dieser Absichtserklärung ist, den Zuckergehalt in Joghurts und Frühstückscerealien zu reduzieren. Die Umsetzung der Ziele erfolgt über die nächsten vier Jahre.

Der 6. Schweizerische Ernährungsbericht aus dem Jahr 2013 hatte gezeigt, dass wegen der Zunahme von Fertigprodukten und sogenanntem „Convenience-Food“ in den letzten Jahren mehr Energie, Salz, Fett und Zucker konsumiert wurde als vom Bundesamt für Gesundheit empfohlen. Die Administration strebt nun „optimierte Rezepturen bei verarbeiteten Lebensmitteln“ an, um Zucker- oder Salzgehalt in Fertigprodukten zu reduzieren. Im Rahmen der Salzstrategie des BLV wurde beispielsweise bisher der Salzgehalt in Produkten wie Pizza, Pasta, Suppen, Salate, Fertiggerichte und Brot aufgrund von freiwilligem Engagement der Hersteller vielerorts reduziert. Die Erfahrungen aus der Salzstrategie will das BLV nun im Bereich der Zuckerreduktion bei verarbeiteten Lebensmitteln anwenden.

Das MoU wurde zwischen dem Departement des Inneren (EDI) und zehn Firmen anlässlich des Besuches von Bundesrat Berset an der Expo in Mailand unterzeichnet. Dabei handelt es sich um Vertreter von bio-familia AG, Bossy Céréales SA, Coop Genossenschaft, Cremo SA, Emmi Gruppe, Migros-Genossenschafts-Bund, Molkerei Lanz AG, Nestlé Suisse S.A., Schweizerische Schälmühle E. Zwicky AG und Wander AG. Die Wirtschaftsvertretenden erklären sich darin bereit, die Rezepturen von Joghurt und Frühstückscerealien zu überprüfen und gemeinsam mit dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) Zielwerte zur Reduktion von Zucker zu erarbeiten. Das Memorandum dient als Basis für die Erarbeitung von freiwilligen Aktionsversprechen im Rahmen der Initiative actionsanté. Diese Initiative des BLV und des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) unterstützt Unternehmen, die sich für die Förderung eines gesunden Lebensstils einsetzen. Die Umsetzung ist schrittweise über die nächsten vier Jahre geplant.

Quelle: Medienmitteilung Eidg. Departement des Innern EDI