Futtermittel

Futtermittel zu wenig gut deklariert

Agroscope hat die Deklaration von Futtermitteln kontrolliert. Von den 1480 Proben waren 70 % der Futtermittel korrekt deklariert – ein zu tiefer Wert.

Im Rahmen der amtlichen Futtermittelkontrolle erhob Agroscope im Jahre 2015 1‘314 Proben von Futtermitteln für Nutztiere, d.h. der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere, sowie 166 Proben von Futtermitteln für Heimtiere, insbesondere Hunde- und Katzenfutter. Inspektionen wurden in mehr als 400 Produktions- oder Handelsbetrieben durchgeführt.

30% nicht konforme Futtermittel für Nutztiere

Knapp 70% der untersuchten Nutztierfutter gaben keinerlei Anlass zu Beanstandungen. 170 Futtermittel (13%) wurden leicht beanstandet, hauptsächlich aufgrund von Etikettierungsfehlern, und 233 Proben (ca. 18%) führten zu schwereren Beanstandungen. Die festgestellten Nicht-Konformitäten waren hauptsächlich Abweichungen von den deklarierten Gehalten und wichtige Etikettierungsfehler. Einzelne Proben führten auch zu Beanstandungen und weiteren Abklärungen aufgrund von Kontaminationen mit Salmonellen oder mit Futtermittelzusatzstoffen. Agroscope stellte zudem Pestizidrückstände bei Bio-Futtermitteln fest und musste diese zu konventionellen Futtermitteln deklassieren.

Von den 166 bei Herstellern und Importeuren sowie Wiederverkäufern erhobenen Proben von Heimtierfuttermitteln gaben rund 63% (105 Proben) keinerlei Anlass zu Beanstandungen. 58 Proben (35%) wiesen von der Deklaration abweichende Gehalte ausserhalb der gesetzlichen Toleranzen auf, 32 davon zudem Mängel in der Deklaration. Zu Beanstandungen mit finanziellen Konsequenzen gaben lediglich zwei Proben Anlass aufgrund der Überschreitung des Höchstgehalts an Ambrosiasamen. Beide Produkte wurden vom Markt genommen.

GVO unter Beobachtung

Von den insgesamt 1‘314 Nutztierfuttermittelproben wurden 118 Einzelfuttermittel und 282 weitere Produkte (hauptsächlich Mischfuttermittel) auf gentechnisch veränderte Organismen (GVO) untersucht. Eine Probe gab Anlass zu Beanstandung und führte zu vertieften Abklärungen.

Quelle: Mitteilung von Agroscope

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