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Weitere Zunahme illegaler Arzneimittelimporte

04.02.2011

Im Jahr 2010 haben die zuständigen Behörden erneut eine weitere starke Zunahme von illegalen Arzneimittelimporten festgestellt, welche die Gesundheit der Besteller gefährden können. Aufgrund von Hochrechnungen muss mit jährlich über 50 000 illegalen Sendungen gerechnet werden.

Immer mehr illegale Medikamente stammen aus Indien. Auch Lieferungen aus Westeuropa enthalten häufig in Indien hergestellte Arzneimittel. Problematisch ist, dass die rezeptpflichtigen Medikamente ohne Packungsbeilage geliefert werden. Die Konsumenten erhalten somit keine Dosierungsanweisungen oder Hinweise zu Vorsichtsmassnahmen. In vielen Fällen ist zudem ein falscher Wirkstoffgehalt deklariert oder es werden nicht alle enthaltenen Wirkstoffe ausgewiesen.

Die Webseiten, von denen indische Medikamente bestellt werden, täuschen interessierten Benutzern einen Bezug zu vertrauenswürdigen europäischen Ländern vor. Auch wenn angeblich europäische Originalmedikamente angeboten werden, erhalten die Konsumenten meist qualitativ schlechte Imitationsprodukte aus Indien. Nie wird offen deklariert, dass die Pakete aus Asien geliefert werden. Vielmehr wird vorgegaukelt, dass die Lieferung ohne jegliche Zollprobleme z.B. aus einem Nachbarland der Schweiz erfolgt. Trotz dieser irreführenden Beteuerungen der Anbieter muss der Besteller mit der Vernichtung seiner Ware und mit Verfahrenskosten in der Höhe von mindestens 300.- Fr. rechnen.

Weitere Informationen unter:
http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=37529

Quelle: Swissmedic