Neue Kampagne soll Schweinefleisch-Konsum steigern

Die Schweizer Schweinefleisch-Produzenten starteten eine neue Informationskampagne und erhoffen sich die seit Jahren leicht rückläufigen Absatzzahlen stützen zu können.

Nach wie vor ist Schweinefleisch das beliebteste Fleisch der Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten. Meistens stammt es auch aus inländischer Produktion. Doch der durchschnittliche Konsum von Schweinefleisch nimmt seit Jahren leicht ab. Dem gegenüber wird deutlich mehr Geflügel konsumiert.

Um die hohen Tierbestände an die Konsumenten zu bringen, wollen die Verbände Suisseporcs und Proviande zusammen mit der Mischfutterfirma UFA und dem Tierhandelsunternehmen Anicom nun gezielte Information mehr Lust auf Schwein machen. Vergangenes Wochenende fand in der Landi Oensingen ein Pilotevent statt, welchem weitere Auftritte in anderen Landis folgen sollen. Die Branche ist der Meinung, dass die Vorteile der inländischen Produktion noch zu wenig an den Kunden gebracht werden. Mit der neuen Kampagne soll dies geändert werden.

Der Solothurner Schweineproduzent Christian Brönnimann wurde in einer Mitteilung des LID damit zitiert, dass die Produktion in der Schweiz insbesondere im Bereich des Tierwohls, der Lebensmittelsicherheit mit Rückverfolgbarkeit der Ware und bei der Ökologie grosse Vorteile aufweise. Samuel Geissbühler, UFA-Geschäftsleitungsmitglied, sieht auch bei der Fütterung eine Stärke der Schweizer Produktion. So würden ausschliesslich gentechfreie Futtermittel verwendet und der Einsatz von Hormonen und Antibiotika zur Leistungssteigerung sei verboten.