Wenn das schnelle Geld auf sich warten lässt…

Eine telefonisch nicht erreichbare Chefin, Mitgliedertreffen in Hinterzimmern, unseriöse Versprechungen und ein Schneeballsystem von dem nur wenige profitieren. Im heutigen Firmenportrait stellen wir Ihnen „OneCoin“ vor und warum Sie besser die Finger davon lassen…

„Verdienen Sie bis zu 50’000 Euro – pro Woche!“ Mit sagenhaften Versprechungen wie dieser werden zur Zeit hunderte von Schweizern an OneCoin-Treffen in Cafés oder Stuben gelockt. Der Traum vom schnellen Geld lässt viele unvorsichtig werden und ehe sie sich versehen, haben sie sogenannte „Ausbildungspakete“ im Wert von 110 bis 27’ 500 Franken erworben.

OneCoin gibt sich oberflächlich als Kryptowährung (siehe ganz unten) aus, vieles deutet jedoch auf ein Schneeballsystem:
OneCoin verspricht seinen Mitgliedern fabelhafte Provisionen für die Rekrutierung von Neumitgliedern, ist nicht auf der zuverlässigen Webseite „coinmarketcap.com“ gelistet und diejenigen Mitglieder, die sich auszahlen lassen wollen, müssen monatelang auf ihr Geld warten. Die umstrittene Chefin von OneCoin, die Bulgarin Ruja Ignatova, beantwortet keine kritischen Fragen und ist telefonisch nicht erreichbar…

Das Schweizerische Konsumentenforum warnt  davor, mit OneCoin Geschäfte zu machen.

Was sind (seriöse) Kryptowährungen?

2009 wurde als Alternative zum konventionellen Geldsystem die Kryptowährung „Bitcoin“ (englisch für „digitale Münze“) eingeführt.
Dabei handelt es sich um ein dezentrales Zahlungssystem, d.h. es wird keine zentrale Stelle für die Abwicklung von Geldüberweisungen benötigt, wie dies beispielsweise im herkömmlichen Bankverkehr nötig ist. Stattdessen werden Überweisungen direkt via Computer getätigt und die Guthaben der Teilnehmer werden in den persönlichen digitalen Brieftaschen gespeichert.
Der Marktwert von Bitcoins ergibt sich aufgrund von Angebot und Nachfrage. Mit Hilfe kryptographischer Techniken stellt man sicher, dass nur der Eigentümer der Bitcoins Transaktionen vornehmen und die Geldeinheiten nicht mehrfach ausgegeben kann. Bitcoins gelten – im Gegensatz zu OneCoin – als seriöses Zahlungssystem, welches zwar noch in den Kinderschuhen steckt, aber laufend verbessert wird.

Dominique Roten

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