salt

Salt streicht 20 Länder aus Roaming-Flatrate

Und plötzlich sind es 200 statt wie bisher 220 Länder, für welche die Flatrate mit unlimitierten Gesprächsminuten und SMS gilt. Salt kürzt den Leistungsumfang seines „Plus World“-Abos.

Im vergangenen August hat der Telekomanbieter Salt (ehemals Orange) die „Plus“-Abonnemente vorgestellt. In den fünf verschiedenen Abos zum Preis zwischen 19 und 189 Franken sind Anrufe, SMS und MMS im heimischen Netz inbegriffen, je teurer das Abo, desto mehr Daten sind im Abo enthalten. Beim teuersten Abo, dem „Plus World“ für 189 Fr./Monat (ohne neues Gerät), wurden zudem unlimitierte Anrufe, SMS und MMS (sowie 1 GB Daten) in 220 Ländern angeboten.

Zurückkrebsen bei Roaming-Angeboten

Ab heute, 10. März 2016, sind es plötzlich nur noch 200 Länder, für welche das „Plus World“-Angebot gilt. Damit einher geht auch eine Änderung der Aufteilung der Länder nach „Travel Zone“. Bereits per 9. Januar 2016 hatte Salt die „Hello World“-Option gestrichen, mit welcher für 30 Fr./Monat unbegrenzt von der Schweiz in fast alle Länder telefoniert werden konnte. Salt musste zurückkrebsen, da Kunden wohl stärker als geplant vom Angebot profitierten. (>Watson berichtete) Auch die neuste Anpassung des „Plus World“-Abos wurde damit gerechtfertigt, dass „in gewissen Fällen ein übermässiger Gebrauch von den Gebrauchspauschalen gemacht wurde“, wie Salt auf Nachfrage angab. Als Alternative wird auf die Option „Go World“ für 15 Fr./Monat zzgl. 40 Rp./min. verwiesen.

Vertragsänderungen wie diese sind für Kunden äusserst unschön, allerdings hat sich Salt dieses Recht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) eingeräumt. Dort steht auch, dass Kunden, welche mit einer wesentlichen, für sie nachteiligen Änderung nicht einverstanden seien, die Berechtigung hätten, „den Vertrag innert 30 Tagen nach Mitteilung der Vertragsänderung schriftlich zu kündigen.“ Eine Sprecherin des Unternehmens gab an, dass Kunden vor ein paar Tagen telefonisch und anfangs Woche per SMS von der Vertragsänderung in Kenntnis gesetzt worden seien. Obwohl Kunden die neuen Bedingungen bereits per heute schlucken müssen, bleiben also noch einige Tage Sonderkündigungsrecht, wenn Kunden geltend machen, dass für sie ein Nachteil entsteht.

Kundendienst will von Fall zu Fall unterscheiden

„Wir hoffen auf eine unkomplizierte Abfertigung durch den Kundendienst“, so ein skeptischer Patrick Hischier, Sprecher des Konsumentenforums kf. „Ein Nachteil entsteht eigentlich so oder so , da Kunden neu weniger geboten wird. Und die Option ‚Go World‘ ist kein gleichwertiger Ersatz.“ Salt bietet zwar eine „gebührenfreie“ Vertragsannulierung oder einen Wechsel auf andere Abos an, doch laut dem Unternehmen müsse der Kundendienst von Fall zu Fall abwägen. Dabei werde darauf geachtet, ob dem Kunden tatsächlich ein Nachteil entstehe – wohl aus Angst vor Kunden, welche gerne vor Ablauf der Vertragsdauer ein Downgrade auf ein günstigeres Abo anstreben. Bei SIM-only-Abos gilt übrigens sowieso eine Kündigungsfrist von 1 Monat. Salt will auf Anfrage des Konsumentenforums kf noch abklären, wie mit Kunden umgegangen wird, welche erst kürzlich ein „Plus World“-Abo im Hinblick auf künftige Reisen abgeschlossen haben, bisher aber noch nicht vom Wegfall der 20 Länder aus der Flatrate betroffen waren.

Quelle: Mitteilung des Telekomzentrums

Newsletter abonnieren

Mitdiskutieren!

Konsumentenforum kf Diskussion Forum Konsumentenschutz

Wertvolle Tipps und Erfahrungsberichte finden Sie auch im interaktiven kf Forum. Melden Sie sich am besten gleich an und diskutieren Sie mit!