Schweizer Brote wurden weniger salzig

Das neuste Brotmonitoring hat ergeben, dass der Salzgehalt in Schweizer Broten zurückgegangen ist. Im Rahmen der Salzstrategie des Bundes haben die Schweizer Bäcker freiwillig Art und Menge von Salz in Broten angepasst. Insgesamt wurde ein positives Fazit gezogen – die aufgenommene Menge Salz ist bei Herr und Frau Schweizer aber noch weit über der WHO-Empfehlung.

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat mit dem Schweizerischen Bäcker-Confiseurmeister-Verband und in Zusammenarbeit mit den Kantonschemikern und den Lebensmittelinspektoren ein nationales Brotmonitoring durchgeführt. Ziel des Monitoring war, eine Übersicht über den Salzgehalt in gewerblich hergestellten Broten (Ruch- und Halbweissbroten) zu bekommen. Dabei zeigen die Resultate: Im Vergleich zu früheren Untersuchungen weisen die untersuchten Brote im Schnitt weniger Salz auf.

Durchschnitt unter Vorgabe von Bund
Der mittlere Salzgehalt der insgesamt 335 untersuchten Proben aus 171 Bäckereibetrieben in der ganzen Schweiz  lag bei 1.46 Gramm pro 100 Gramm Brot. Damit liegt er im Bereich der vom BLV und dem Schweizerischen Bäcker-Confiseurmeister-Verbandes empfohlenen Menge von unter 1.5 Gramm pro 100 Gramm Brot. 2011 wurde in einer Studie der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft (SHL) im Schnitt noch ein Salzgehalt von 1.74 Gramm pro 100 Gramm Brot gemessen.

Mit einer durchschnittlichen Salzaufnahme von rund 9 Gramm pro Person und Tag liegt die schweizerische Bevölkerung über dem von der WHO empfohlenen Niveau von 5 Gramm pro Person und pro Tag. Ein zu hoher Salzkonsum kann Herz- und Kreislauferkrankungen begünstigen. Den grössten Anteil der täglichen Salzaufnahme machen die verarbeiteten Lebensmittel mit 70-80% aus.

Zuletzt wurde eher kontrovers aufgenommen, dass der Bundesrat nach dem Salzgehalt auch den Zuckergehalt reduzieren will.