Medikamente

Schweizer Medikamente sind zu teuer

Santésuisse hat die Handelsmargen für Medikamente in der Schweiz und Europa verglichen. Der Vergleich zeigt, dass in der Schweiz rund eine halbe Milliarde eingespart werden könnte.

Bereits zum vierten Mal hat santésuisse, mit der das Konsumentenforum den Spitalfinder.ch lanciert hat, einen internationalen Vergleich zu den Medikamenten-Margen durchgeführt. Das Ergebnis ist wenig erfreulich für hiesige Versicherte: Die Margen für Medikamente sind in der Schweiz um 489 Mio. Franken höher als in europäischen Vergleichsländern.

Die Medikamente belasteten im Jahr 2014 die Prämienzahler in der Grundversicherung mit rund 5,8 Milliarden Schweizer Franken. Davon flossen 1,7 Milliarden Schweizer Franken als Handelsmarge an die Apotheken, Ärzte und Spitäler ambulant. Dabei wurden aufgrund der Einschätzung von santé-suisse 489 Millionen Franken zu viel bezahlt.

Santésuisse will sich dafür stark machen, dass die Medikamentenpreise sich besser an den effektiven Kosten orientieren und schlägt eine Verordnungsänderung vor. Die letzte Revision durch den Bundesrat sei vor zehn Jahren erfolgt und die Empfehlung des Preisüberwachers aus dem Jahr 2010 sei ebenfalls nicht umgesetzt worden.

Das Konsumentenforum kf hofft auf ein baldiges Einlenken der Branche, damit die Gesundheitskosten endlich in den Griff bekommen werden können. Die kf Meinungsumfrage „Pulsmesser“ bestätigte anfangs Jahr, dass diese weiterhin grösste Konsumentensorge bleiben.

Quelle: Medienmitteilung von santésuisse

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