Pulsmesser 2015

06.01.2015

An seiner Jahresmedienkonferenz präsentierte das Konsumentenforum kf die Resultate des Pulsmessers, der jährlich durchgeführten repräsentativen Umfrage zu Konsumentensorgen.

Insgesamt gingen die Werte der Sorgen im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück. Unverändert blieben dabei die „hohen Gesundheitskosten/ Krankenkassenprämien“ (Mittelwert 4,6) auf dem ersten Rang des Pulsmessers. Nationalrätin Margrit Kessler, die Präsidentin der Stiftung SPO Patientenschutz, stellte an der Jahresmedienkonferenz vom 6. Januar fest, dass leider auch in Zukunft damit zu rechnen sei, dass Gesundheit nicht billiger werde. Innerhalb eines solchen Rahmens brauche es griffige Massnahmen, so Kessler, es sei zum Beispiel über strikte Kriterien für eine Medikamentenabgabe nachzudenken. Auch weitere erfragte Elemente, die thematisch dem Gesundheitswesen zuzurechnen sind, verzeichneten beträchtliche Werte. Die „Abgabe von Medikamenten (wie Ritalin) an Kinder“ (4,28) oder „Zweiklassenmedizin: Medikamente und Dienstleistungen nur für Reiche“ (4,2) folgten knapp hinter dem Podest der wichtigsten Sorgen. Dort standen heuer neu „Verschuldung, Alkoholmissbrauch und Gewaltbereitschaft der Jugend“ (4,41) sowie „Schädigung der Umwelt durch Konsum“ (4,37).

Es fiel auf, dass die ersten drei Positionen von ganz unterschiedlichen Sorgen besetzt werden. Offenbar drückte der Schuh die Befragten gleich an mehreren, unterschiedlichen Stellen. Lohnenswert war auch der Blick ans untere Ende des Rankings. Kaum besorgniserregend schien die „Übernahme von Arbeiten durch Konsumenten (Self-Scanning, u.ä.)“ (Mittelwert 3,21), aber auch ein „Mangel an Information, um Kaufentscheide fällen zu können“ (3,26) und „restriktive Ladenöffnungszeiten“ (3,28) stellten keine echte Sorge dar. Diese tiefen Werte liessen darauf schliessen, dass sich Konsumentinnen und Konsumenten durchaus als mündig begreifen. Im Konsumentenforum kf nahm man dies erfreut zur Kenntnis.