Agrarpolitik mit Einbezug der Konsumentenanliegen
Das kf unterstützt eine Optimierung der Agrarpolitik im internationalen Umfeld unter Einbezug der Konsumentenanliegen.
Dazu gehören Förderung der Stärken und der Wettbewerbsfähigkeit, Sicherung und Ausbau der Marktposition, Schaffung attraktiver Standortbedingungen und sozialverträglicher Übergang zu mehr Freihandel. Im Zentrum der künftigen Agrarpolitik sollten aus unserer Sicht folgende Ziele stehen: Transparente und kohärente Umsetzung der einschlägigen Vorschriften, Beibehaltung der hohen Qualitäts- und Produktionsstandards, klare Deklaration der Herkunft und Produktionsweise der Produkte.
Bei der Definition der Agrarpolitik müssen die Anliegen der Konsumenten berücksichtigt werden:
- die Konkurrenzfähigkeit der Erzeugnisse
- Adäquate Berücksichtigung des Aspekte Gesundheit, Ökologie und Tiergerechtigkeit
- Attraktivität der Erzeugnisse durch Innovation mit Schwergewicht auf Produkte-Ebene auf Grund von Marktanalysen.
Swissness – kf für den Kompromiss mit Einbezug der Veredelungsstufen und Wertschöpfung
Das kf ist bereit für Diskussionen bei der gegenwärtig festgefahrenen Swissness-Debatte. Für hochverarbeitete der Schweiz produzierte Lebensmittel ist nicht nur der Anteil an Schweizer Rohstoffen ausschlaggebend, sondern auch andere schweizerische Qualitätsmerkmale wie innovativer Charakter, Exklusivität und Sicherheit der Erzeugnisse sowie umweltgerechte und soziale Produktionsbedingungen. Dass Produkte mit der Marke „Swiss“ auch im Zeitalter von Cassis-de-Dijon nach Schweizerischem Recht hergestellt werden müssen, versteht sich von selbst. Verhandlungsspielraum besteht somit bei der Frage, ob für alle Lebensmittel eine fixe Prozentzahl vorgegeben oder ob bei Produkten, welche grösstenteils – nicht nur der entscheidende Produktionsschritt – in der Schweiz hergestellt werden, auch die unterschiedlichen Veredelungsstufen und die Wertschöpfung mit zu berücksichtigen sind. Entsprechende Lösungen sind im Non-Food Bereich entwickelt worden und können für die Diskussion beigezogen werden.
Insgesamt müssen die Regeln klar und einfach kommunizier- und nachvollziehbar sein, sowohl für die Hersteller wie die Konsumenten. Auch ist zwingend die Herkunft der Rohstoffe zu deklarieren. Nur so ist es den Konsumenten möglich, eine objektive und fundierte Wahl zu treffen.
Buchpreisbindung
Das Konsumentenforum kf setzt sich für einen liberalen und fairen Markt ein. Deshalb zeigt es sich enttäuscht über die Annahme der Buchpreisbindung. Das kf wird weiterhin für die freie Wahlmöglichkeit der Konsumenten kämpfen und hat sich dem überparteilichen Referendums-Komitee „Nein zu teuren Büchern“ angeschlossen.
Bis Anfang Juli 2011 wurden über 60'000 gültige Unterschriften gesammelt und das Referendum kam zustande. An der Volksabstimmung vom 11. März 2012 lehnten die Schweizerinnen und Schweizer die Wiedereinführung der Buchpreisbindung ab.


