An seiner Jahresmedienkonferenz blickte das Konsumentenforum kf auf ein bewegtes Jahr 2015 zurück und präsentierte die Resultate des „Pulsmessers“, der jährlich durchgeführten Umfrage zu den grössten Sorgen der Schweizer Konsumenten. Erstaunlich: Die Wegwerfkultur wird von mehr als 80% als Problem wahrgenommen. Grösste Sorgen bleiben aber die steigenden Gesundheitskosten.

Das Konsumentenforum kf hat vor elf Jahren zum ersten Mal die Sorgen der Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten erfasst und präsentiert. Das „Pulsmesser“ getaufte Instrument erfasst seither jährlich repräsentativ die Gefühlslage der Konsumenten in der Deutschschweiz und Romandie. Zu den grössten Sorgen zählen seit Beginn die Gesundheitskosten. Auch in diesem Jahr war es erneut dasjenige Thema, welches Konsumenten eindeutig am meisten beschäftigte. 92% der Befragten gaben an, dass es sie beschäftige. Während die Sorge über den Röstigraben hinweg geteilt wird, fiel auf, dass insbesondere ältere Menschen (96%) sich sehr mit der Entwicklung der Krankenkassenprämien und Medikamentenpreise beschäftigen.

Im Jahr des „Frankenschocks“ beschäftigte die Konsumenten natürlich auch die Preisdifferenz zum Ausland. Immerhin 25% der Befragten äusserten, dass „sehr grosser“ politischer Handlungsbedarf bestehe. Das Konsumentenforum kf wollte es genauer wissen und fragte nach, welcher Unterschied zum Ausland gerechtfertigt wäre. Gleich hohe Preise forderten 8,5%. Mit dem Blick auf die höheren Löhne schätzten 32.2% einen 10-Prozent-Unterschied und 29,1% einen 20-Prozent-Unterschied als angemessen ein. Immerhin noch 10,0% könnten auch mit 30 Prozent Preisunterschied leben – noch höhere Preisunterschiede fanden dagegen keinen Zuspruch.

 Mehr Informationen, Daten und Fotos finden Sie in unserer Rubrik „Pulsmesser“