SWISS internet domain

Weitere Öffnung für .swiss-Internetadressen

Am 11. Januar beginnt die zweite Registrierungsphase für .swiss-Internetadressen. Damit wird die Palette der möglichen Domainnamen vergrössert und der Kreis der potenziellen Kandidaturen erweitert. In der ersten Phase wurden bereits rund 7000 .swiss-Domainnamen zugeteilt.

Seit vergangenem September konnten Schweizer Institutionen und Unternehmen mit in der Schweiz geschützten Marken einen Antrag auf eine Domain mit der Endung .swiss beantragen. Während der ersten Registrierungsphase, die am 9. November 2015 zu Ende gegangen ist, wurden 9’738 .swiss-Domainnamen beantragt. Nach Ablauf der Veröffentlichungsfrist wurden bereits rund 7’000 Adressen zugeteilt.

In einer zweiten Phase ab dem 11. Januar 2016 können auch Gesuche für Produktnamen, Slogans, geografische Bezeichnungen oder Fantasienamen gestellt werden. Die Gesuchstellenden müssen weiterhin juristische Personen mit Schweizer Geschäftssitz sowie einem klarem Bezug zur beantragten Internetadresse aufweisen. Die in der ersten Phase noch ausgeschlossenen Vereine und Stiftungen ohne Eintrag im Handelsregister können nun ebenfalls einen .swiss-Domainnamen beantragen. Die Öffnung gilt jedoch nicht für Privatpersonen.

Ab dem 11. Januar können ausserdem generische Adressen, die eine ganze Branche betreffen, beantragt werden. Für ein sogenanntes Namenszuteilungsmandat kann ein Dachverband oder eine Vertretung eines Berufsstandes oder Tätigkeitssektors beim BAKOM eine Bewerbung für einen generischen Domainnamen wie hotel.swiss oder watch.swiss einreichen. Die Bewerbenden müssen die Adresse anschliessend in den Dienst der gesamten betroffenen Gemeinschaft stellen.

Hohe Hürden und Kosten
Erfüllen die neuen Gesuche die Grundvoraussetzungen, werden sie einmal pro Woche für 20 Tage auf der Website www.nic.swiss veröffentlicht, damit allfällige Kommentare angebracht oder Konkurrenzgesuche eingereicht werden können.

Kritisiert wurde die neue Domain bisher vor allem wegen den vergleichsweise hohen Kosten: Die Domain kostet Fr. 120.- pro Jahr. Generische Top-Level-Domain-Anfragen mit Namenszuteilungsmandat kosten pro Dossier einmalig 2’900 Franken sowie eine jährliche Gebühr von 360 Franken für die Aufsichtstätigkeiten. Diese beiden Gebühren sind Teil der Gesamtrechnung, werden durch die Registrare gestellt und können deshalb noch leicht variieren.

Quelle: Medienmitteilung BAKOM