Bildschirmfoto 2018-08-28 um 09.27.31

Zugang zu vollständigen Produktinformationen mit der App „trustbox swiss“

Wir wollen immer mehr wissen über die Produkte, die wir kaufen. Neben der reinen Produktinformation erwarten wir Angaben zur Herkunft, Produktion, Inhaltsstoffen, gesundheitlichen Folgen, Nachhaltigkeit oder dem Recycling. Aber können wir uns wirklich auf die Angaben verlassen, die uns zur Verfügung gestellt werden?

Schauen wir doch mal zurück, wie sich Herstellung, Handel und Verkauf von Waren verändert haben. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts wurde gegessen, was aus dem eigenen Garten kam und was man auf dem Markt handeln konnte. Mit der beginnenden Industrialisierung und dem Wachstum der Städte veränderte sich auch das Einkaufsverhalten.
Neben den klassischen Märkten entwickelten sich zunehmend Ladengeschäfte, welche ihre Waren direkt vom Bauern oder bei landwirtschaftlichen Genossenschaften eingekauft haben. Lebensmittel waren da, um sich zu ernähren, Werkzeuge um etwas herzustellen und Kleider, um nicht zu frieren. Das änderte sich erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg, als mit den Soldaten auch Produkte und Musik aus Amerika den Weg nach Europa und in die Schweiz fanden. Plötzlich konnten neben den regionalen Frischprodukten und Eingemachtem auch Fertigprodukte wie das Heinz-Ketchup bei Einzelhändlern gekauft werden. Zuviel Zucker im Ketchup? Daran hat damals wohl niemand gedacht. Im Gegenteil, noch mehr Fertigprodukte mussten her, denn sie erleichterten das Leben der Hausfrau und prägten auch die Hippie-Gesellschaft. Strumpfhosen wurden nicht mehr selber gestrickt, und Windeln konnten einfach im Abfall entsorgt und mussten nicht mehr gewaschen werden. Eingelegte Essiggurken konnten im Glas gekauft werden und aus der Fertigbackmischung zauberte die Hausfrau den Sonntagskuchen. Nicht zu vergessen die Veränderung in der Gastronomie. Aus der Quartierbeiz, in welcher man sich zu einem Feierabendbier und zum Jass getroffen hat, wurde der Italiener um die Ecke und später ein China-Restaurant oder ein Kebab Take-Away. Mit dieser Globalisierung unserer Essgewohnheiten haben sich auch die Produkte verändert. Grosse Warenhausketten bieten fixfertige Menüs an, welche durch ein paar Minuten in der Mikrowelle den wahren Genuss versprechen. Proteinshakes und Omega-3-Joghurts, ohne die eine gesunde Ernährung anscheinend gar nicht mehr möglich ist, haben unseren Einkaufszettel erobert.

Diverse Lebensmittelskandale haben dazu geführt, dass das Vertrauen in die Hersteller gelitten hat. Pferdefleisch in der Lasagne, Massentierhaltung, abgeholzte Regenwälder für die Palmöl- oder Sojaproduktion. Dies hat dazu geführt, dass wir immer mehr über die Produkte wissen wollen. Woher stammt das Fleisch? Wurde das Getreide nachhaltig angebaut? Stammt der Fisch aus Antibiotika verseuchter Haltung? Ist das Produkt glutenfrei oder vegan? Aber woher bekommen wir diese Informationen, und können wir diesen auch vertrauen?

Digitalisierung als allumfassendes Zaubermittel für vertrauenswürdige Informationen?

Das früher allseits genutzte Lexikon, beispielsweise der grosse Brockhaus, wurde von Wikipedia verdrängt. Einem System, bei welchem viele ihr Wissen im Internet teilen und dort kostenlos abgefragt werden kann. Kaum einer hinterfragt die Richtigkeit und Vollständigkeit dieser Informationen. Wir gehen davon aus, was im Internet steht, ist auch richtig. Aber stimmen dies Informationen auch?

Daneben spriessen themenspezifische Mobile-Apps wie Pilze aus dem Boden. Man könnte das Gefühl bekommen, dass nur noch Mobile-Apps helfen können. Apps steuern uns, Apps versprechen zu helfen und Apps informieren. Aber stimmt das, was da steht? Und wenn wir dann überhaupt nicht mehr weiter wissen, dann fragen wir einfach mal bei Google nach und sind erschlagen von der Vielzahl der Antworten, die uns geliefert werden. Und welche dieser 47 Millionen Antworten zu meiner Frage ist denn jetzt die Richtige? Worauf können wir uns denn eigentlich noch verlassen? Wo finden wir korrekte und aktuelle Informationen?

Transparenz und Aktualität als Schlüssel zum Kunden

Korrekte, vollständige und aktuelle Informationen zum Produkt hat nur der Produzent. Glücklicherweise hat eine immer grösser werdende Anzahl von Lebensmittelproduzenten gemerkt, dass das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten nur durch transparentes und ehrliches Handeln wiedergewonnen werden kann. Zahlreiche Unternehmen haben über den Fachverband GS1 Schweiz, eine Lösung entwickeln lassen, die die richtigen und vollständigen Produktinformationen allen zur Verfügung stellt. Mit der trustbox-App oder auch einfach über die Website www.trustbox.swiss ist es möglich, sich über Allergene, Inhaltsstoffe oder Nährwerte zu einem Produkt zu informieren. Und zwar aktuell und kostenlos.

So hat beispielsweise die Hug AG in Malters von Beginn an auf trustbox gesetzt. Zwei Mal täglich werden die Produktinformationen aktualisiert, so dass immer die aktuellsten Informationen abrufbar sind. Bereits ein Drittel des in der Schweiz gehandelten Lebensmittelsortiments ist über trustbox abrufbar. Und täglich werden es mehr.

Jetzt ist es erstmalig möglich, sich kostenfrei über aktuelle und vom Produzenten stammende Produktinformationen zu informieren. Einfach die trustbox App herunterladen, den Barcode scannen, und schon werden die Informationen angezeigt.

Was ist drin? Ist es vegan? Enthält es Palmöl? Stammt es aus der Schweiz? Ist es wirklich Bio? Auf all diese Fragen kann der Produzent die entsprechenden Antworten liefern. Für Allergiker und Menschen mit Unverträglichkeiten besteht zusätzlich die Möglichkeit, sich über Allergene warnen zu lassen.

Versuchen Sie’s doch einfach einmal. Laden Sie die App „trustbox swiss“ kostenlos auf Ihr Mobiltelefon und scannen Sie den Barcode, beispielsweise auf dem Dar-Vida, Ragusa, Ketchup, Aromat oder der Ovomaltine. Viel Spass!

Domenic Schneider

über GS1 Schweiz

GS1 Schweiz (www.gs1.ch) ermöglicht mit Hilfe globaler Standards Lösungen für effizientere Wertschöpfungsnetzwerke. Sie unterstützt Unternehmungen bei der Optimierung ihrer Waren-, Informations- und Werteflüsse und vermittelt praxisnahes Wissen. Gemeinsam mit ihren Mitgliedern erarbeitet GS1 Standards und Prozessempfehlungen und schafft Nutzen für alle Beteiligten. GS1 Schweiz ist ein neutraler Verein mit Sitz in Bern und Teil der in 140 Ländern tätigen not-for-profit Organisation GS1.

Informationen zu trustbox finden Sie unter der Webseite www.trustbox.swiss. Die Mobile App „trustbox swiss“ steht im Play Store für Android und im App Store für iOS zum freien Download zur Verfügung.